Filmwerke im Urheberrecht

Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 6 UrhG schützt das Urheberrecht „Filmwerke als Werkart.

Unter einem Filmwerk versteht das Urheberrecht eine Bild- oder Bildtonfolge, die den Eindruck eines bewegten Bildes entstehen lässt. Dabei ist unerheblich, welche Aufnahmetechnik diesen bewegten Bildern zu Grunde liegt oder welche Filmart vorliegt. Somit sind Filme jeglichen Inhalts durch das Urheberrecht schutzfähig. Darunter fallen beispielsweise Stummfilme, Videos im Internet, Zeichentrickfilme, Serien oder Dokumentationen.

 Alle Filmwerke die sind unabhängig von ihrer Filmart oder ihrer Aufnahmetechnik schutzfähig.

Voraussetzung ist jedoch, wie bei allen Werkarten, das Erreichen einer gewissen Schöpfungshöhe. Aufgrund der teilweisen komplexen Schöpfungsprozessen oder der Handlung, wie im Fall von Spielfilmen oder Serien, ist diese jedoch meist erreicht. Bei Dokumentationen liegt die schöpferische Leistung wiederum in der Aufbereitung des präsentierten Stoffes und in der künstlerischen Anordnung der Bildfolgen. Selbst Fernsehinterviews oder Sportaufzeichnungen können Filmwerke darstellen, wenn sie künstlerisch ansprechend präsentiert sind. Werke die jedoch nicht genügend Schöpfungshöhe erreichen werden gemäß § 95 UrhG Laufbilder genannt. Diese genießen einen Teil der besonderen Rechte, welche Filmwerke nach dem Urheberrechtsgesetz haben.

Kilian Springer
ks@kanzlei-ktr.com

Rechtsanwalt Kilian Springer berät Sie im Handels- und Gesellschaftsrecht, im Marken- und Urheberrecht und im IT- und Softwarerecht.Seine Begeisterung für Technik, Kunst und Innovation treiben ihn an und genau in diesen Feldern berät er Startups und Unternehmen von der Gründung bis hin zum Tagesgeschäft. Sie erreichen ihn unter der Nummer: 0341 - 24 700 252Oder auch per Mail an: ks@kanzlei-ktr.com

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